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Camping mit dem Elektroauto: Dein Leitfaden zu Reichweite und Ausrüstung

Ein VW ID.4 schafft auf der Autobahn im Sommer etwa 450 km. Dach­box drauf, und du verlierst bis zu 100 km. Wohnwagen dran, und die Reichweite halbiert sich. Das ist die Realität, mit der du planen musst – und sie ist völlig handhabbar, wenn du die Zahlen kennst.

Dieser Leitfaden gibt dir konkrete Beispiele, Packlisten und praktische Tipps für drei der häufigsten Elektroauto-Camping-Setups: das Pärchen ohne Zusatzausrüstung, die Familie mit Dachbox und Fahrrädern sowie die große Familie mit Wohnwagen.


Kurzer Überblick

  • 130 km/h bietet oft die beste Balance zwischen Reichweite und Reisezeit auf deutschen Autobahnen
  • Dachbox und Wohnwagen beeinflussen die Reichweite weit mehr als das Gewicht allein
  • Mehrere kurze Ladestopps sind oft schneller als wenige lange
  • WLTP eignet sich nicht als Maßstab für Autobahnfahrten

Elektroauto auf Langstrecke: Tipps für die kürzeste Gesamtreisezeit

Fährst du mit dem Elektroauto ohne Anhänger, Dachbox oder sonstiges Zusatzequipment, lässt sich die Reise ähnlich wie mit einem Verbrenner planen – nur mit Ladestopps statt Tankstopps. Auf der Autobahn bietet für die meisten Elektroautos eine Reisegeschwindigkeit von 120–130 km/h die beste Balance aus Reichweite und Reisezeit.

Tipps für Langstreckenfahrten im Elektroauto

  • Über ca. 130–140 km/h steigen Energieverbrauch und damit Ladezeit deutlich an
  • Gleichmäßige Geschwindigkeit verbraucht weniger als Stop-and-go
  • Kurze Überholmanöver bei 150 km/h beeinflussen die Reichweite kaum merklich
  • Optimale Ladezone liegt typischerweise zwischen 10 % und 70–80 %
  • Mehrere kurze Ladestopps (10–25 Min.) sind oft schneller als wenige lange
  • Lass das Auto nicht lange bei 100 % stehen
  • Heize den Akku vor dem Schnellladen vor. Viele neuere Autos tun das automatisch, wenn du über das eigene Navi zu einer Ladesäule navigierst
  • Nutze den Routenplaner des Fahrzeugs für korrekte Verbrauchs- und Ladekurvenberechnung
  • Gegenwind, Regen und Kälte beeinflussen die Reichweite stärker als kleine Geschwindigkeitsunterschiede
  • Fahre mit geschlossenen Fenstern auf der Autobahn und nutze die Klimaanlage statt zu lüften
  • Nimm ein Notladekabel (Typ-2- oder Schuko-Adapter) für europäische Steckdosen mit

Es ist völlig normal, vor langen Fahrten auf 100 % zu laden. Vermeide es jedoch, das Auto über mehrere Tage vollständig geladen stehen zu lassen, da dies den Akku auf Dauer leicht belasten kann.


Realistische Reichweite auf der Autobahn

Auf der Autobahn bei ca. 130 km/h liegt die Reichweite typischerweise 25–40 % unter dem WLTP-Wert im Sommer und nochmals 15–25 % darunter im Winter. Bei 140–150 km/h kann die Reichweite je nach Aerodynamik, Wetter und Beladung um bis zu 50 % sinken.

Sehr aerodynamische Fahrzeuge wie der Mercedes EQS kommen auf der Autobahn deutlich weiter als kastigere Modelle wie der VW ID. Buzz – besonders bei hohen Geschwindigkeiten.

Fahrzeugtyp WLTP (ca.) Realistisch Autobahn (ca. 130 km/h, Sommer)
Kleines Elektroauto 300–400 km 190–280 km
Mittelklasse 450–600 km 300–420 km
Großes SUV / Premium 500–815 km 330–560 km

Die Reichweite wird vor allem von Geschwindigkeit, Luftwiderstand, Temperatur und Aerodynamik beeinflusst. Eine Erhöhung von 130 auf 150 km/h kann die Reichweite typischerweise um 10–25 % reduzieren.

WLTP-Reichweite

WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure) ist ein standardisierter Labortest zum Vergleich von Elektroautos verschiedener Hersteller. Er besteht aus vier Phasen mit steigender Geschwindigkeit: niedrig (bis 56,5 km/h), mittel (bis 76,6 km/h), hoch (bis 97,4 km/h) und sehr hoch (bis 131,3 km/h).

Der Test dauert ca. 30 Minuten und deckt 23,25 km bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 46,5 km/h ab. WLTP dient primär dem Vergleich zwischen Fahrzeugen und eignet sich nicht zur direkten Vorhersage von Autobahnreichweiten. In der Praxis fahren die meisten Elektroautos im Sommer ca. 5 % weniger als WLTP, im Winter ca. 20–30 % weniger.


Wie Ausrüstung die Reichweite beeinflusst

Zusatzausrüstung wie Dachbox, Fahrräder und Wohnwagen erhöht vor allem den Luftwiderstand – den größten Einflussfaktor auf den Energieverbrauch bei Autobahnfahrten.

Ausrüstung Typischer Reichweitenverlust
Dachbox 10–25 %
Fahrräder auf dem Dach 15–30 %
Fahrrad hinten 5–15 %
Kleiner Anhänger 20–40 %
Wohnwagen 30–60 %+

Luftwiderstand ist der wichtigste Faktor bei Autobahnfahrten. Je höher die Geschwindigkeit und je schlechter die Aerodynamik, desto größer der Energieverbrauch.


Elektroauto mit Anhänger, Zeltanhänger oder Wohnwagen

Elektroautos können problemlos Wohnwagen ziehen, aber die Reichweite verringert sich erheblich. Die Planung von Ladestopps wird daher zu einem zentralen Bestandteil der Reise.

Bei der Wahl eines Elektroautos fürs Camping musst du sowohl auf die Anhängelast als auch auf das Gesamtgewicht von Fahrzeug, Insassen und Ausrüstung achten. Viele Elektroautos erreichen schnell ihre Gewichtsgrenzen, was die Wahl des Wohnwagens einschränken kann.

In der Praxis werden sich viele deshalb für leichtere Lösungen wie Zeltanhänger oder kleinere Wohnwagen entscheiden, es sei denn, sie haben einen Führerschein der Klasse BE oder höher.

Realistische Reichweite mit Wohnwagen

Beachte, dass die Höchstgeschwindigkeit mit Wohnwagen in Deutschland 80 km/h auf der Autobahn beträgt (100 km/h mit Tempo-100-Zulassung). In Europa variieren die Grenzen: Österreich erlaubt 100 km/h, die Niederlande 90 km/h, Frankreich abhängig vom Gesamtzuggewicht. Informiere dich immer über die Regelungen der Länder, die du durchfährst.

  • 80 km/h: 200–320 km
  • 100 km/h (Tempo 100): 150–250 km
  • Gegenwind / Berge: 120–200 km

Schon kleine Geschwindigkeitsänderungen haben große Wirkung, da der Luftwiderstand mit höherem Tempo stark ansteigt.

Tipps für die Fahrt mit Wohnwagen oder Anhänger

  • Ein leichter, aerodynamischer Wohnwagen senkt den Verbrauch deutlich
  • Plane Ladestopps und prüfe sie, bevor du abkuppelst. Apps wie Plugsurfing, ABRP oder Chargemap zeigen Ladestationen entlang der Route und auf Campingplätzen
  • Verwende moderate Rekuperation beim Fahren mit Anhänger. Starkes Abbremsen kann die eigene Bremse des Anhängers aktivieren, die den Akku des Fahrzeugs nicht lädt
  • Überlege, ob du ein Elektroauto mit Vehicle-to-Load (V2L) wählst – das erlaubt es dir, die Fahrzeugbatterie zum Betrieb von 230-V-Geräten auf dem Campingplatz zu nutzen
  • Wähle Campingplätze mit Lademöglichkeit
  • Halte eine gleichmäßige Geschwindigkeit (80–100 km/h)
  • Vermeide unnötiges Gewicht in Fahrzeug und Wohnwagen
  • Nutze die Routenplanung des Fahrzeugs aktiv

Dachbox, Fahrräder und Gepäck – der versteckte Reichweitenkiller

Zusätzliches Gepäck auf dem Dach erhöht den Luftwiderstand erheblich und kann die Reichweite bei Autobahnfahrten deutlich verringern.

  • Nutze einen Fahrradträger hinten statt Dachmontage – das spart typischerweise 10–15 % Reichweite gegenüber Fahrrädern auf dem Dach
  • Vermeide Dachboxen bei längeren Autobahnfahrten
  • Packe so aerodynamisch wie möglich
  • Entferne Dachausrüstung, wenn sie nicht gebraucht wird

Schon kleine Änderungen an der Aerodynamik haben bei 120–150 km/h große Auswirkungen.


Camping in Europa – Planung deines Elektroauto-Roadtrips

Elektroauto-Roadtrips lassen sich je nach Reiseart und Komfortanspruch auf verschiedene Weisen planen. Die meisten Reisenden fallen in eine von vier typischen Kategorien.

⚡ Hardcore-Fahrer: Maximal optimierte Reise mit hohem Tempo und minimalen Stopps.

🚗 Effizienter Roadtripper: Balance aus Zeit, Komfort und Planung.

🏕 Entspannter Reisender: Pausen und Erlebnisse gehören zur Reise dazu.

🌿 Erlebnisreisender: Flexible Reise ohne festen Zeitplan.

Typische Tagesetappen

Reisetyp Geschwindigkeit Ladezeit Fahrzeit Gesamt Ohne Ausrüstung Dachbox Wohnwagen
Hardcore 130–150 45–90 Min. 8–10 Std. 9–11 Std. 700–1000 km 600–900 km 400–600 km
Effizient 120–130 1–2 Std. 6–8 Std. 8–10 Std. 500–800 km 450–700 km 300–500 km
Entspannt 100–120 2–3 Std. 5–6 Std. 8–10 Std. 350–600 km 300–500 km 200–350 km
Erlebnis 80–100 Flexibel 3–5 Std. Den ganzen Tag 250–450 km 200–350 km 120–250 km

Welcher Elektroauto-Roadtripper bist du?


Drei konkrete Reisebeispiele

Die folgenden Zahlen basieren auf Autobahntests bei 130 km/h sowie realen Fahrerfahrungen. Alle Beispiele gehen von einer Sommerreise aus Deutschland in die Toskana (ca. 1.400 km, z.B. München–Florenz) aus.

Beispiel 1: Zwei Personen in einem Mittelklasse-SUV ohne Zusatzausrüstung

Fahrzeug: VW ID.4, Skoda Enyaq oder Tesla Model Y (77–82 kWh Akku)
Realistische Reichweite bei 130 km/h, Sommer: ca. 380–420 km
Praktische Ladezone (10–80 %): ca. 270–310 km pro Etappe

Das ist das einfachste Setup. Zwei Erwachsene mit vollem Kofferraum beeinflussen die Reichweite kaum, da Gewicht bei Autobahnfahrten eine untergeordnete Rolle spielt – Luftwiderstand ist entscheidend. Von München nach Florenz sind 3–4 Ladestopps von 20–30 Minuten realistisch, die Gesamtreisezeit liegt typischerweise bei 13–15 Stunden. Die meisten Schnelllader an deutschen und österreichischen Autobahnen liefern 150–350 kW, was einer „10 bis 80 %"-Ladezeit von 20–30 Minuten entspricht.

Praktischer Tipp: Nutze das eigene Navigationssystem des Autos für die Routenplanung. Es berücksichtigt deine konkrete Ladekurve und die Außentemperatur. Apps wie ABRP (A Better Route Planner) sind eine gute Ergänzung, besonders in Südeuropa, wo die Ladeinfrastruktur etwas dünner ist.

Beispiel 2: Vier Personen mit Dachbox und Fahrrädern hinten

Fahrzeug: VW ID.4, Skoda Enyaq oder Tesla Model Y
Ausrüstung: Dachbox (ca. 15 kg, 400 Liter) + Heckträger mit zwei Fahrrädern
Erwarteter Reichweitenverlust: 15–20 % (Dachbox) + 5–10 % (Fahrräder hinten) = ca. 20–25 % gesamt
Realistische Reichweite bei 130 km/h, Sommer: ca. 300–340 km
Praktische Ladezone: ca. 210–250 km pro Etappe

Vier Personen und zwei Fahrräder – der klassische Familienurlaub. Hier macht sich die Aerodynamik deutlich bemerkbar. Die Dachbox kostet mehr Reichweite als die beiden Fahrräder am Heckträger zusammen. Wichtig: Ein Fahrradträger hinten statt auf dem Dach spart typischerweise 10–15 % Reichweite. Die Fahrt in die Toskana erfordert nun 5–6 Ladestopps und kürzere Etappen. Mit zwei Tagen ist das gut schaffbar, erfordert aber etwas mehr aktive Planung.

Praktischer Tipp: Pack die Dachbox mit leichtem Gepäck wie Schlafsäcken, Kleidung und Spielzeug. Schwere Dinge wie Lebensmittel, Werkzeug und Ausrüstung gehören in den Kofferraum. Eine leere Dachbox kostet wegen des Luftwiderstands trotzdem Reichweite – nimm sie also am Urlaubsort ab, wenn du längere Tagesausflüge planst.

Beispiel 3: Sechs Personen in einem großen Elektroauto mit Wohnwagen

Fahrzeug: VW ID. Buzz Lang, Kia EV9 AWD oder Mercedes EQS SUV
Ausrüstung: Wohnwagen ca. 1.200–1.500 kg
Anhängelast: ID. Buzz GTX SWB bis 1.600 kg · ID. Buzz GTX LWB bis 1.800 kg · Kia EV9 AWD bis 2.500 kg · EQS SUV bis 1.800 kg
Realistische Reichweite bei 80 km/h, Sommer: ca. 200–280 km
Praktische Ladezone: ca. 140–200 km pro Etappe

Hier ändert sich der Charakter der Reise grundlegend. Mit Wohnwagen halbiert sich die Reichweite typischerweise, und die Geschwindigkeit sollte bei 80 km/h gehalten werden – sowohl um den Verbrauch zu optimieren als auch um die gesetzlichen Vorschriften in den meisten europäischen Ländern einzuhalten. Der Kia EV9 AWD ist in dieser Klasse die stärkste Wahl mit 2.500 kg Anhängelast und Schnellladung von 10 auf 80 % in nur 24 Minuten dank 800-V-Technologie. Der VW ID. Buzz GTX ist eine tolle Familienlösung – die LWB-Version mit sieben Sitzen darf bis zu 1.600 kg ziehen und hat ab 2025 serienmäßig V2L. Für eine Fahrt in die Toskana mit Wohnwagen sollte man realistischerweise drei Tage und 8–10 Ladestopps einplanen.

Wichtig bei Ladestopps mit Wohnwagen: Nicht alle Schnellladestationen bieten Platz für Fahrzeug und Wohnwagen. Prüfe immer, ob du laden kannst, ohne abzukuppeln. Neue Ladeparks an deutschen Autobahnen bieten zunehmend dedizierte Gespannstellplätze, aber das ist längst nicht überall der Fall. Apps wie Plugsurfing und Chargemap zeigen in vielen Fällen, ob Gespannstellplätze verfügbar sind.

V2L auf dem Campingplatz: Sowohl der Kia EV9 als auch der VW ID. Buzz (ab 2025) unterstützen Vehicle-to-Load (V2L), was bedeutet, dass du die Fahrzeugbatterie als Stromquelle auf dem Campingplatz nutzen kannst. Ein voller EV9 mit 99,8 kWh Akku kann theoretisch einen Wohnwagen tagelang versorgen – auch auf Plätzen ohne Stromanschluss. Das hängt jedoch stark davon ab, was genau du anschließt. Prüfe regelmäßig, ob das Auto noch problemlos die nächste Ladestation erreichen kann.


Jahreszeit und Wetter – was bedeutet das in der Praxis?

Die Jahreszeit ist wahrscheinlich der Faktor, der die meisten neuen Elektroautofahrer überrascht. Hier eine praktische Übersicht:

Jahreszeit Typische Abweichung vom Sommerwert Was beeinflusst am meisten
Sommer (15–25 °C) Referenzwert Klimaanlage (+5–8 % Verbrauch)
Frühling/Herbst (5–15 °C) −10 bis −15 % Heizung von Innenraum und Akku
Winter (0 bis −10 °C) −20 bis −30 % Innenwiderstand des Akkus + Heizung
Starker Gegenwind (10+ m/s) −15 bis −25 % Luftwiderstand steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit

Wann ist die beste Zeit für eine Elektroauto-Campingreise?

Juni bis August ist die klare Bestzeit: optimale Akkuleistung, minimaler Heizenergiebedarf und die längsten Tage. Mai und September sind ebenfalls sehr gute Monate – etwas kühler, aber noch weit über Winterverbrauch, und die Campingplätze sind weniger überfüllt.

Frühjahrs-Camping in Deutschland oder Mitteleuropa ist problemlos möglich, aber rechne mit 10–15 % weniger Reichweite als im Sommer. Plane etwas kürzere Etappen und lade morgens auf 90–100 % statt der üblichen 80 %.

Wind wird unterschätzt. Ein kräftiger Gegenwind auf einer offenen Autobahnstrecke kann genauso viel kosten wie eine Erhöhung von 130 auf 150 km/h. Prüfe die Wettervorhersage vor der Abfahrt und erwäge einen frühen Start – morgens ist der Wind typischerweise schwächer.


Das solltest du einpacken: Checkliste für Elektroauto-Camping

Vieles gehört zur Standardausrüstung. Aber das Elektroauto erfordert eine zusätzliche Schicht an Ladeequipment, die viele beim ersten Mal vergessen.

Strom und Laden

  • Notladekabel mit Typ-2-Stecker für die Stromanschlüsse auf Campingplätzen (32A oder 16A). Unverzichtbar, da Schnelllader in der Nähe von Campingplätzen nicht immer verfügbar sind.
  • Schuko-Adapter (CEE auf Typ 2) für ältere oder einfachere Campingplätze in Südeuropa, die normale Haushaltssteckdosen verwenden.
  • CEE 16A Blauer Adapter – der verbreitetste Campingplatz-Stecker in Europa. Liefert typischerweise 3,6 kW – genug für etwa 20–25 km Reichweite pro Stunde.
  • Verlängerungskabel (10–25 m, zugelassen für den Außenbereich), da das Ladekabel des Autos selten bis zur Stromanschlusssäule des Campingplatzes reicht.
  • V2L-Adapter, wenn dein Auto Vehicle-to-Load unterstützt. Gibt dir eine 230-V-Steckdose aus der Fahrzeugbatterie.

Für den Campingplatz

  • Ladekabel für AC-Laden (liegt dem Auto meist bei, aber prüfe die Länge)
  • Wasserdichte Kabeltasche oder -box – Kabel dürfen nicht im Wasser liegen
  • Steckdosenleiste mit Erdung für V2L-Nutzung auf dem Platz

Navigation und Planung

  • ABRP (A Better Route Planner): App zur Routenoptimierung mit deinem spezifischen Fahrzeug und dessen Ladekurve
  • Plugsurfing oder Chargemap: Zum Finden und Bezahlen an Ladesäulen netzwerkübergreifend
  • Offline-Karten herunterladen: Mobile Daten können in Teilen Südeuropas teuer oder unzuverlässig sein

Sicherheit und Notfallausrüstung

  • Warndreieck (in den meisten europäischen Ländern Pflicht)
  • Warnwesten für alle Insassen
  • Fahrzeugschlüsselcode und Pannenhilfenummer deines Elektroautoherstellers
  • Powerbank für das Handy, falls dir der Strom ausgeht, bevor du die nächste Ladestation gefunden hast

Komfort und Praktisches

  • Sonnenschutz für die Frontscheibe – reduziert den Klimaanlagenverbrauch bei Hitze erheblich
  • Kühlbox (12V oder V2L-betrieben) statt passiver Kühltasche
  • Klappstühle und Klapptisch – spart Platz im Kofferraum für das wesentliche Ausrüstung

FAQ

Wie weit kommt man mit dem Elektroauto an einem Tag?

Typischerweise 300–800 km, je nach Geschwindigkeit, Ladezeit und Fahrstil. Mit einem modernen Mittelklasse-Setup (VW ID.4/Tesla Model Y) ohne Zusatzausrüstung sind 600–700 km an einem Tag mit 2–3 Ladestopps vollkommen realistisch.

Wie viel Reichweite verliert man mit einem Wohnwagen?

Typischerweise 40–60 % je nach Geschwindigkeit und Wind. Ein Kia EV9 mit einem 1.500 kg schweren Wohnwagen schafft realistisch 200–250 km pro Ladung bei 80 km/h an einem windstillen Sommertag.

Was ist die optimale Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn?

Ohne Ausrüstung bieten 120–130 km/h die beste Balance aus Reichweite und Reisezeit. Mit Wohnwagen sind 80 km/h optimal – der Luftwiderstand steigt bei einer großen, senkrechten Fläche dahinter bei über 90 km/h sehr stark an.

Kann man mit dem Elektroauto campen gehen?

Ja, und es funktioniert mit etwas Vorbereitung sehr gut. Das Wichtigste: Kenne die reale Autobahnreichweite deines Autos (nicht WLTP), hab die richtigen Ladekabel dabei, und nutze das Navigationssystem des Fahrzeugs zur Ladeplanung. Wir empfehlen das eingebaute Navi, weil es das tatsächliche Fahrverhalten und externe Faktoren am besten berücksichtigt. Wenn du dem nicht zustimmst, kennst du dein Auto schlicht besser als wir – und das ist auch gut so.

Welches Elektroauto eignet sich am besten zum Wohnwagenziehen?

Der Kia EV9 AWD ist derzeit eine der stärksten Optionen mit 2.500 kg Anhängelast und Schnellladung von 10 auf 80 % in 24 Minuten. Der Mercedes EQS SUV ist eine gute Alternative mit bis zu 1.800 kg Anhängelast und hervorragender Aerodynamik. Der VW ID. Buzz GTX LWB zieht bis zu 1.600 kg und ist die naheliegende Wahl für die große Familie mit Charme und sieben Sitzen – wähle jedoch den Wohnwagen sorgfältig aus, um unter der Grenze zu bleiben.

Was kostet das Laden auf einer Campingreise durch Europa?

Das variiert stark. Schnellladen an Autobahnen kostet typischerweise 0,45–0,65 €/kWh in Deutschland und 0,50–0,75 €/kWh in Mitteleuropa. Lädst du über den Stromanschluss des Campingplatzes mit einer CEE-16A-Verbindung, zahlst du den Strompreis des Platzes – oft 0,20–0,45 €/kWh, manchmal auch einen Pauschalaufschlag. Das ist typischerweise die günstigste, aber auch langsamste Lademethode.

Kann ich die Fahrzeugbatterie als Stromquelle auf dem Campingplatz nutzen?

Ja, wenn dein Auto Vehicle-to-Load (V2L) unterstützt. Kia EV9, Hyundai IONIQ 5 und 6, VW ID. Buzz (ab 2025) und Genesis GV60 sind Beispiele für Modelle mit V2L. Du benötigst einen V2L-Adapter, der in der Regel als Zubehör beim Hersteller erhältlich ist. Ein voller EV9 kann bis zu 3,6 kW liefern und hat genug Energie für stundenlangen Betrieb von Kaffeemaschine, Elektropumpe und Beleuchtung.

Kann man mit Wohnwagen dran laden?

An vielen Schnellladestationen musst du den Wohnwagen abkuppeln, um an die Ladesäule heranzufahren. Neue Ladeparks an deutschen Autobahnen bieten jedoch zunehmend dedizierte Gespannstellplätze. Prüfe Plugsurfing oder Chargemap, die in vielen Fällen anzeigen, ob Gespannstellplätze verfügbar sind. Alternativ kannst du auf dem Campingplatz über Nacht laden und mit vollem Akku in den Tag starten.

Wann ist die beste Jahreszeit für eine Elektroauto-Campingreise?

Juni bis August bietet die beste Reichweite und die wenigsten Komplikationen. Mai und September sind fast genauso gut und haben den Vorteil, dass die Campingplätze weniger voll sind. Plane bei Frühjahrscamping keine überlangen Etappen, da die Temperaturen die Reichweite noch um 10–15 % drücken können.

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